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Kasachstan entdeckt Mecklenburg-Vorpommern (Bildergalerie)

Mit Siegbert Eisenach (l.), dem amtierenden IHK-Hauptgeschäftsführer, Angela Preuß (IHK) und dem kasachischen
Botschafter Dr. Nurlan Onzhanov

Botschafter sind welterfahrene und weitgereiste Menschen, die zu überraschen eine Kunst ist. Der Hansestadt Wismar ist es gelungen gestern Nachmittag am Rande des deutsch-kasachischen Wirtschaftstages: Dr. Nurlan Onzhanov, der höchste Diplomat der Republik Kasachstan in Deutschland, wurde um eine Unterschrift gebeten. So weit ganz normal, eigentlich Routine für einen Botschafter. Doch Dr. Onzhanov unterzeichnete nicht ein Stück Papier, sondern einen Backstein - so wollte es nämlich die Backsteingotikschönheit Wismar, so hat es Tradition in der Hansestadt.

Begonnen hatte der Wirtschaftstag, eine Idee von Botschafter Onzhanov und mir, am Montagmorgen in der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin. Der Wirtschaftsstandort stellte sich vor - und wurde vorgestellt: von Siegbert Eisenach, dem amtierenden Hauptgeschäftsführer der IHK, von Michael Sturm, dem Geschäftsführer von Invest in MV, von Nadine Hintze, der Geschäftsführerin des Vereins Regionalmarketing Mecklenburg Schwerin, und von Werner Röpert, dem MV-Chef des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft. Eduard Kvyatkovskiy, der Delegationsleiter und Vize-Gouverneur des Gebietes Akmola, sagte: „Kasachstan entdeckt Mecklenburg-Vorpommern.“

Mit der kasaschischen Wirtschaftsdelegation zu Gast bei der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin

Nun ist der neuntgrößte Flächenstaat der Welt ja nicht gerade um die Ecke. Fast 4000 Kilometer Luftlinie liegen zwischen Kasachstan und Deutschland. Aber diese Entfernung war schon in den ersten Minuten des Wirtschaftstages nicht zu spüren. Zu spüen war: der gemeinsame Wille, Wirtschaftkontakte zu knüpfen.

Anschließend fuhren wir nach Wismar zum Seehafen, sprachen mit dessen Geschäftsführer Michael Kremp und besuchten das Fertigungswerk der Firma „Hanse-Drehverbindungen“. Und eine Idee wurde geboren: eine Hafenpartnerschaft zwischen Wismar und einer kasachischen Stadt am Kaspischen Meer. Auch Michael Kremp war von der Idee angetan, und das freute mich ungemein. Ich habe Kasachstan mehrfach bereist und bin überzeugt, dass das Land als Wirtschaftsraum für deutsche Unternehmen zunehmend wichtiger wird. Die junge, erst seit 1991 unabhängige Republik erlebt eine beeindruckende wirtschaftliche Entwicklung. Das Handelsvolumen ist im vergangenen Jahr um 20 Prozent auf mehr als sechs Milliarden Euro gestiegen. Erst im Februar hatten die deutsche und die kasachische Regierung ein Rohstoffabkommen in Höhe von drei Milliarden Euro unterzeichnet.

Siegbert Eisenach (l.), amtierender IHK-Hauptgeschäftsführer, und der kasachische
Botschafter Dr. Nurlan Onzhanov

Danach ging es ins Rathaus der Hansestadt, wo uns Wismars Bürgermeister Thomas Beyer empfing. Dort wurde auch eine Kooperationsvereinbarung zwischen Kokschetau und Wismar unterzeichnet. Die beiden Städte wollen Kontakte zwischen ihren Verwaltungen, Unternehmen und Organisationen knüpfen und in den nächsten Jahren ausbauen.

Am Nachmittag besuchten wir das Technologie- und Gewerbezentrum (TGZ) am alten Holzhafen, um uns mit Wirtschaftsexperten der Hochschule Wismar und mit Unternehmern wie dem Kenersys-Werksleiter Klaus Platen auszutauschen. Es herrschte eine intensive Arbeitsatmosphäre, die sich in nächster Zeit auszahlen könnte. Denn ein erster Kontakt zwischen zwei Unternehmen ist entstanden. In den Gesprächen ging es vor allem um Energie. Als Delegation hatten wir unsere Energiekompetenz bereits am Morgen bewiesen. In der Schweriner Innenstadt - auch bei der IHK - war nämlich der Strom ausgefallen. Mit uns aber kam die Erleuchtung - und die Landeshauptstadt war fortan wieder am Netz.

Am Abend empfing Wirtschaftsminister Harry Glawe die Delegation und zahlreiche mecklenburgische Gäste aus Politik und Wirtschaft im Schweriner Schloss. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sendete ein Grußwort: Der Besuch kasachischer Unternehmen in MV verleihe „unseren bilateralen Wirtschaftsbeziehungen neue Impulse“, schrieb sie.

Und nun bereiten wir einen Gegenbesuch deutscher Unternehmer in Kasachstan vor. Bei der letzten Volkszählung (2003) lebten dort 300.000 Kasachen mit deutschen Wurzeln.

Mehr Fotos finden Sie in der Bildergalerie.